Liebes Tagebuch...
Wo hinter der Maske bleibt der Sinn?

"Unfähig bis zum Schluss... Wem diesen Schmerz vermitteln? Aus ganzem Herzen schreiend..."

(D'espairs Ray, Hai to Ame, Übersetzung aus dem Booklet in der Coll:Set)

Passt irgendwie zu meinen jetzigen Gedanken und wie man das nennt, das in dieser verrotenden schwarzen Kammer namens Herz vor sich hinfault. "Gefühle". Ach ja, so hieß es.

Amüsant, nicht?

Ich fühle mich derzeit hilflos, nutzlos. Leer.

Letzteres ist die treffendste Bezeichnung, wie mir scheint. Leer, absolute, totale Leere dort drin in der hohlen Kammer, der schon immer der Inhalt gefehlt hatte.

Durchaus... Amüsant.

"Dunkle Schatten Legen Sich Zart Und Schwarz Über Meine Kalten Augen Rauben Mir Das Letzte Körnchen Sicht Um Nicht Erkennbare Weitere Schatten Übersehen Zu Können"

(by Ned, spontane Aneinanderreihung von Worten, auf den ersten Blick ohne Sinn?!)

Perfekt für den Deutschunterricht zum Totinterpretieren geeignet, nicht?

"Erfreuen wir uns am Leid anderer, um unser Eigenes nicht sehen zu müssen."

Komischerweise kommen mir grad Hunderte solcher seltsamer Aussagen in den Sinn. Sinn?

-Sinnlos.

"Stille, Leere, alles kalt, Hitze, Zorn, ich friere ein."

Lass mich nun mit dem Schildern des heutigen Tages beginnen, doch...

Scheint er mir aus dem Sinn geflohen..?

"Sinn.

Schon wieder.

Wie auch immer.

Warum nicht?

Sinn."

Meine Gedankengänge und das Niedergeschriebene hier werden immer wirrer, immer wirrer und wirrer, Stille fehlt gänzlich dort, hinter meiner Stirn.

Durchaus, wahrlich, dies ist ein ernster Eintrag, ein ernster Eintrag voller Abwesenheit von Sinn.

Wieder dieses Wort.

Verfolgt es mich?

Doch wie kann man von einem Wort verfolgt werden?

-Man kann, gewiss.

Aber man merkt es nicht.

"Nun denn... Ich greife neben mich, in das alte, staubige Regal, langsam schließen sich meine Finger um etwas Kaltes, Weißes. Ich ziehe die ewig lächelnde Maske hervor und setze sie auf, behutsam, damit nichts meines Gesichtes zu sehen ist. Was ich noch zu machen habe, ist, auch meine Stimme, mein Verhalten hinter weiteren Masken zu verbergen, verstecken. Verschließen?

Gefeit für den Tag werfe ich nur noch den schwarzen Umhang der Unscheinbarkeit, Fröhlichkeit -Unbeschwertheit?- über meine Schultern. Lautlosen Schrittes verlasse ich schließlich den Bunker meines Schutzes, des Schutzes, der jedem mein wahres Gesicht verbirgt.

Kennst du mich?

Gewiss nicht..."

Weitere Gedanken, niedergeschriebene Leere?

Doch kann etwas leer sein, das mit Worten ausgefüllt wurde?

Worte.

Worte?

Bloße Worte, unbedacht hintereinander aufgereiht, aufgezählt gewissermaßen.

Oder mehr als das?

Worte?

Worte.

Verzeih dieses meines Geschriebenes, ich bedanke mich vielmals, solltest du es geschafft haben, bis hier her zu lesen, wer auch immer du sein magst.

Ich wünsch' dir ein schönes Leben,

Auf Bald oder Nie,

Ned.

1.12.06 19:55
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen


Gratis bloggen bei
myblog.de